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Mittwoch, 30. Juli 2008 |
Wäre ihr Sound ein Raum, ließe er kaum Gelegenheit zum Luft holen. Suchte man ihre Texte in einem Buch, so würde ihnen nur EIN Tagebuch gerecht werden - nämlich das Eigene.Auf ihrer neuen EP präsentieren sich NUR ZU BESUCH inhaltlich so nah am Leben ihrer Hörer, dass die unmittelbare Identifikation unausweichlich erscheint: irgendwo zwischen Trennung und hoffnungsvoller neuen Liebe, perfekt durch Metaphern in Szene gesetzt. Mit impulsivem Gitarrensound und jagendem Schlagzeug wird im Opener "Hotel Suizid" mit einer Geliebten abgerechnet, die rosarote Brille auf der Stelle zertreten. Auf Zerstörungslust folgt die Einsicht? Vielleicht. Zumindest schlägt "Für Dich" sanftere Töne an. Tragende Melodien und Sebastians emotionale Stimme verleihen diesem Liebesgeständnis die nötige Authentizität. Überrascht in "Zur Falschen Zeit" der durch elektronische Klangelemente initialisierte Spannungsbogen, wird schnell deutlich, wo die vier Jungs aus dem Murgtal hierfür ihre Inspiration fanden. Nämlich bei den Großen wie Panic at the Disco und Fall Out Boy. Dieser Sound trifft bei NUR ZU BESUCH auf Deutschrock à la Peilomat und Revolverheld. Schön anzuhören - so erfrischend wie eine Sommerbrise. Und von denen gibt es ja bekanntlich wenig ... Vielleicht gelingt ihnen damit der Sprung vom Tagebuch in die große Musikpresse. - von Ines Punessen (für Regiomusik.de) / Quelle: Regiomusik.de
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